#plastikvermeiden

Weihnachtszeit ist Verpackungszeit

Strohsterne sind plastikfreie Alternativen für den Christbaum: Landtagsabgeordneter, Bürgermeister Anton Kasser, Präsident des Vereins „die NÖ Umweltverbände; Kerstin Lechner, Landjugend NÖ; LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. © NLK Burchhart

Zu Weihnachten fallen in NÖ 20 Prozent mehr Abfälle an, hauptsächlich durch Verpackungen. Darunter sind viele Einwegprodukte. LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf: „Mir ist für die Weihnachtszeit besonders wichtig auf die Reduktion der Abfälle aufmerksam zu machen.“

LH-Stellvertreter Pernkopf verwies bei der Vorstellung der neuen Plattform plastikfit.at vor der Presse in St. Pölten auf unser aller Verantwortung: „Durch einen verpackungsarmen und regionalen Einkauf können die Bürger*innen und Bürger einen persönlichen Beitrag leisten. Zum nachhaltigen Umgang mit Kunststoffen in Niederösterreich, Österreich und der EU hat das Land Niederösterreich gemeinsam mit den NÖ Umweltverbänden die Plattform plastikfit.at zur Einweg-Plastikvermeidung gestartet. Mit Lösungsansätzen werden Tipps zu Ihrem einweg-plastikfreien Alltag gegeben.“

Auch Jugendorganisationen sind im Boot

Norbert Allram und Kerstin Lechner von der Landjugend NÖ, die sich bereits im Sommer für plastikfit.at eingesetzt haben: „Bei uns am Land kennen wir das Problem von vermüllten Straßengräben, Feldern und Wiesen nur zu gut. Für viele mag das harmlos aussehen, doch das, was wir bei uns nicht aufsammeln, kommt über Regen, Wind und Gewässer irgendwann ins Meer oder landet im Tierfutter. Als größte Jugendorganisation im ländlichen Raum stehen wir daher hinter der Initiative.“ Auch die Jugend:info NÖ unterstützt die Initiative: „Durch die Unterstützung der Initiative ‚Plastikfit‘ wollen wir Bewusstsein schaffen, Informationen rund um die Vermeidung von Plastik vermitteln und dadurch Umweltbelastungen reduzieren.“

Landtagsabgeordneter, Bürgermeister Anton Kasser, Präsident des Vereins „die NÖ Umweltverbände“ verweist in diesem Zusammenhang auf die Ziele der NÖ Abfallwirtschaft: „Unter anderem ist eine 50 Prozent Recyclingquote für Kunststoffverpackungen ab 2025 vorgesehen. Ein hochwertiges Recycling schafft einen gut funktionierenden Markt für sogenannte Sekundärrohstoffe. Das sind Rohstoffe, die aus den richtig getrennt und entsorgten Produkten gewonnen werden und neuen Produkten wieder Leben einhauchen. Hier können wir noch besser werden und setzen auf die Mitarbeit der Bevölkerung.“

Alternativen zur Plastik-Deko

Anton Kasser führt in Sachen Plastik weiter aus: „Das Weihnachtsfest bringt jedes Jahr nicht nur Festtagsstimmung, leuchtende Kinderaugen und Geschenke, sondern auch ein riesiges Angebot an Dekorationsartikel. Viele davon sind aus Plastik. Beim Weihnachtsschmuck sind das Christbaumkugeln, Girlanden und Figuren.“ Pernkopf und Kasser raten der Bevölkerung: „Gestalten Sie Ihre Weihnachtsdekoration aus Naturmaterialien, wie z.B. Föhrenzapfen, Fichtenzapfen, Bucheckern, Eicheln oder Nüssen selbst. Fertigen Sie daraus einen individuellen Baumbehang. Auch essbarer Baumbehang wie Lebkuchen, Windringe oder Quittenringe sind ein nachhaltiger Schmuck. Gehäkelte Sterne und Glocken sind ebenso wertvoll und ein langlebiger Behang für Ihren Baum. Weihnachtliche Motive aus genähten Stoffresten im Patchwork Stil können Sie sogar waschen und immer wieder verwenden. Aus Bienenwachs gegossene Sterne, Herzen und Glocken mit einem Band zum Aufhängen können Sie viele Jahre als Schmuck verwenden.“ Tipps für plastikfreien Weihnachtsschmuck findest du hier.

23. Dezember 2020

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