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Pandemie verschärft Plastik-Problem

Die COVID-Pandemie hat einen Rückschlag im Kampf gegen Einwegplastik gebracht. © lev dolgachov_adobestock

Die COVID-Pandemie hat einen Rückschlag im Kampf gegen Einwegplastik gebracht. Forscher warnen: Die falsche Entsorgung von COVID-Hygiene-Einwegartikeln verschärft ein Problem, das durch Kunststoffteile und Mikroplastik in der Umwelt ohnehin schon gravierend ist.

Schätzungen zufolge werden seit Beginn der Pandemie weltweit monatlich 129 Milliarden Gesichtsmasken und 65 Milliarden Einmal-Handschuhe verbraucht. Werden sie nicht richtig – nämlich über den Restmüll – entsorgt, landen sie in der Umwelt.

covidlitter.com
Das Geo-Magazin veröffentlichte kürzlich einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema und verweist auf die aktuellen Forschungen der niederländischen Universität Leiden unter Leitung des Biologen Auke-Florian Hiemstra. Das niederländische Forscherteam untersucht und dokumentiert Vorfälle, bei denen COVID-Hygieneartikel Tieren zum Verhängnis wurden. Um einen besseren Überblick über die Unglücksfälle mit Pandemie-Abfall zu bekommen, starteten Hiemstra und sein Team eine laufend aktualisierte Website (covidlitter.com), auf der Funde gemeldet werden können.

Europäische Umweltagentur befürchtet "größere Auswirkungen"
Schon während die Pandemie voriges Jahr Fahrt aufnahm, warnte die Europäischen Umweltagentur EEA vor den negativen Folgendes des großen Bedarfs an Einwegplastik-Produkten. Zwar sei in vielen europäischen Ländern durch Lockdowns und die Reduzierung von sozialen Kontakten die Luftqualität besser geworden, weil unter anderem weniger Auto gefahren wurde. Auf der anderen Seite sei aber der Verbrauch von Einwegkunststoff gestiegen, hieß es in einer EEA-Mitteilung.

Die Pandemie habe vor allem zu einem Anstieg der weltweiten Nachfrage nach persönlicher Schutzausrüstung (PSA) wie Masken, Handschuhen, Roben und Desinfektionsmitteln in Flaschen geführt, so die EEA. Zudem hätten sich viele Restaurants in Europa auf Take-Away- und Lieferservices mit Einweg-Plastikbehältern umgestellt.

Auch viele Produkte, die über den zunehmenden Online-Versandhandel verschickt würden, seien in Plastik verpackt. „Die Herstellung, der Verbrauch und die Entsorgung zusätzlicher Einwegkunststoffe werden größere Auswirkungen auf Umwelt und Klima haben“, ist die EEA sicher. Die Folge seien ein Anstieg der Luftverschmutzung und der Treibhausgasemissionen sowie mehr Abfall.
Daher ist es wichtig, bestmöglich Plastik zu vermeiden und richtig zu entsorgen.

Foto: © lev dolgachov – stock.adobe.com

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