#Nöwirdplastikfit

Raus aus Einweg

LH-Stv. Dr. Stephan Pernkopf und Präsident des Vereins

Das Land Niederösterreich und die Umweltverbände wollen die Vermeidung von Einwegplastikprodukten vorantreiben und auch das achtlose Wegwerfen von Plastikabfällen reduzieren.

Kunststoffe kommen häufig in Einwegprodukten und Einwegverpackungen zum Einsatz. Diese sorgen für steigende Müllmengen, sind oft nicht rezyklierbar und können – wenn nicht richtig entsorgt – unkontrolliert in die Umwelt gelangen. Auf Initiative von LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und LAbg. Bgm. Anton Kasser, Präsident der „NÖ Umweltverbände" starten deshalb unterschiedliche Informationsmaßnahmen zum Thema Einweg-Plastikvermeidung. Getragen werden diese Schwerpunkte von Land NÖ, den NÖ Umweltverbänden und auch der Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu). Besonders im Fokus steht dabei der Schutz der Umwelt. Pernkopf und Kasser wollen die Vermeidung von Einwegplastikprodukten vorantreiben und auch das achtlose Wegwerfen von Plastikabfällen reduzieren. Beide betonen unisono: „Wir freuen uns über die breitangelegte Zusammenarbeit von starken PartnerInnen, damit NÖ und die Bevölkerung plastikfit werden!"

Einbeziehung der NÖ Bevölkerung: Infoangebot und Diskussion über Mehrwegkultur

Hinkünftig sind zum Thema Einwegplastik über https://plastikfit.at Zahlen, Daten und Fakten sowie aktuelle Lösungsansätze zum nachhaltigen Umgang mit Kunstoffen in Niederösterreich, Österreich und der EU verfügbar. Tipps zum plastikfiten Alltag werden ebenso auf www.wir-leben-nachhaltig.at präsentiert. Ein eigener Infofolder "Gemeinsam gegen Einweg-Plastik" der auf www.plastikfit.at verfügbar ist, rundet das Angebot ab.

Raus aus Einweg

Das Land NÖ, die NÖ Umweltverbände und Energie- und Umweltagentur NÖ setzen zudem auf ein Raus aus Einweg. Anton Kasser erklärt: "Wir setzen in Sachen Plastik auf einen nachhaltigeren Umgang mit begrenzten Ressourcen. Der Einsatz von Mehrwegprodukten ist hier ein wirklich nachhaltiger Ansatz." So hat man aktuell durch die Initaitve „Sauerhafete Feste“, deren Standards jetzt sogar erweitert werden, bei über 4.000 Sauberhaften Festen allein 17 Millionen Plastikbecher eingespart. Stephan Pernkopf: "Mehrwegbechersysteme für Veranstaltungen sind aktuell stark nachgefragt. Das Nachhaltige Beschaffungsservice NÖ hat mit unseren Gemeinden über die Bedürfnisse und Anforderungen von Gemeinden an Mehrwegbecher diskutiert. Wir arbeiten hier eng mit Expertinnen und Experten und den Kommunen zusammen, um ganz konkrete Lösungen anzubieten.“

Alternativen zu Einwegplastik schaffen Mehrwert

Dort wo Mehrweg nicht möglich ist, fokussiert sich das Land NÖ, die NÖ Umweltverbänden und die Energie- und Umweltagentur NÖ auf nachhaltig produzierte biobasierte Kunststoffe. Diese werden als Biokunststoffe bezeichnet. Stephan Pernkopf führt hierzu aus: "Das Land NÖ hat sich sehr früh an der Diskussion um Alternativen von Einwegplastik beteiligt. Schon seit über einem Jahrzehnt beteiligen wir uns an Forschungsprojekten über biologisch abbaubare Produkte." Biobasierte Kunststoffe sind CO2-neutral und können aus landwirtschaftlichen Reststoffen oder Nebenprodukten hergestellt werden. Säcke aus Biokunststoffen eignen sich hervorragend dafür, Gemüse, Obst und Gebäck länger haltbar zu machen. Für Niederösterreichs Märkte werden unter dem Titel ,Biosackerl‘ Frischhaltesäcke angeboten. Im Rahmen des Schwerpunkts zur Reduzierung von Einwegplastik werden derzeit auch die Vor- und Nachteile der Verwendung von Vorsammelsäcken in der Biomüllsammlung evaluiert. Die Anwendung im Alltag der Bürgerinnen und Bürger und bei der Abfalltrennung wurde hier besonders betrachtet. Land NÖ und die NÖ Umweltverbände sind ebenso Projektpartner von plasticfreedanube. Hier werden wertvolle Informationen, insbesondere über Plastikabfälle entlang der Donau, gesammelt. Die bisherigen Auswertungen der gesammelten Mengen eines Teils der bisherigen Sammelaktionen zeigen, dass ein großer Teil des gefundenen Plastikabfalls aus PET-Flaschen und anderem Verpackungsmaterial besteht. Einen weiteren Anteil machen geschäumte Kunststoffe (z.B. Styropor) aus, sowie Haushaltsabfälle und Abfälle von Sport- und Freizeitaktivitäten.

Einwegplastikverbot: NÖ unterstützt Bundesregierung und EU Richtlinie

Lösungsansätze für den Umgang mit Kunststoffen wurden nicht nur von der Europäischen Union, sondern auch von der Österreichischen Bundesregierung erarbeitet. Das von der Bundesregierung geplante Verbot von Plastiksackerln und Mikro-Plastik in Kosmetika sowie Reinigungsmitteln ist ein wichtiger Schritt für die Abfall- und Kreislaufwirtschaft. In NÖ bauen wir auf bestehende Maßnahmen und unsere bisherigen Erfahrungen bei Sauberhaften Festen oder dem Frühjahrsputz auf. Wir verstärken unsere Bemühungen in Sachen Vermeidung und machen zudem auf Alternativen und konkret umsetzbare Maßnahmen aufmerksam.

 

Foto: Büro Pernkopf

29. Oktober 2020

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